WOLFGANG GOTTFRIED KIRISITS
Wolfgang Gottfried Kirisits


Der 1959 im oberösterreichischen Waldkirchen am Wesen geborene Künstler Wolfgang Gottfried Kirisits widmet sein Schaffen seit über vier Jahrzehnten der Erforschung der menschlichen Existenz und Natur. Seine Arbeiten werden dem „Abstrakten Realismus“ zugeordnet, da sie virtuos auf der Grenze zwischen erkennbarer Figur und atmosphärischer Abstraktion wandeln.
Seine Ausbildung prägte vor allem das Studium an der Sommerakademie Salzburg bei Jörg Immendorff (1989), das ihm die Kunst als rohen, gesellschaftlich-existentiellen Ausdruck vermittelte. Später vertiefte er seine konzeptionelle Reife in Luzern (2004–2005) und erlernte 2014 in einer Meisterklasse bei Aris Kalaizis die Ansätze des „Sottorealismus“ zur Konstruktion innerer Seelenlandschaften.
Kirisits arbeitet fast ausschließlich mit klassischer Ölmalerei, wobei seine oft großformatigen Bilder in monatelangen, meditativen Prozessen Schicht für Schicht wachsen. Seine wechselnden Ateliers in Portugal, Österreich, der Schweiz und ab 2025 auch auf Mallorca dienen ihm dabei als direkte Katalysatoren für Farbe und Licht. In Schöftland (Schweiz) fand er ab 2003 in der historischen Villa Gärbi seinen ruhenden Pol für meditative Arbeiten, während er 2014 im steirischen Eibiswald die „Strohhütte“ als naturnahes Sommeratelier errichtete.
Neben bekannten Arbeiten wie seiner symbolträchtigen Raben-Serie befasst er sich oft mit existentiellen menschlichen Grenzzuständen und archetypischen Frauenbildern. Um sich dem kommerziellen Druck des Mainstream-Kunstmarktes komplett zu entziehen, sichern ihm und seiner Ehefrau Maria Luise Kleindienst unternehmerische Standbeine wie die SUNHAND GmbH eine vollständige wirtschaftliche Unabhängigkeit. Seine Werke präsentiert Kirisits bevorzugt im direkten Austausch mit Sammlern, bei unkonventionellen Freilichtausstellungen im Schnee oder auf Publikumsplattformen wie der SWISSARTEXPO.